Seelenrausch

Seelenrausch

Der 14. Fall von Büttner und Hasenkrug

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Worum geht's?

Alte Menschen sterben, das lässt sich nicht verhindern.

So sehen es zunächst auch Hauptkommissar David Büttner und sein Assistent Sebastian Hasenkrug, als sie nach diversen unerwarteten Todesfällen zu einem mutmaßlichen Mordfall ins Seniorenheim im ostfriesischen Hinte gerufen werden. Einzig ihrer Kollegin Sophie Reimers zuliebe, deren Tante in dem Heim lebt, beginnen sie zu ermitteln – und sehen sich rasch mit einem Potpourri aus Verdächtigungen konfrontiert. Während die Pflegekräfte Daniel und Swantje davon überzeugt sind, dass der zuständige Arzt Dr. Roelfes gemeinsam mit der Pharmalobby illegale Medikamententests an den Bewohnern durchführt, glaubt der Freund von Büttners Tochter Jette, dass seine unlängst im Heim verstorbene Oma das Opfer einer familiären Intrige wurde. Je tiefer Büttner in den Fall eindringt, desto weniger glaubt auch er noch an Zufälle.

Folgen Sie Büttner und Hasenkrug durch einen verzwickten Fall zwischen Pharmasumpf und Familienzwist.

 

Leseprobe

Während Sebastian Hasenkrug noch damit beschäftigt war herauszufinden, ob ihm das Ambiente des hübsch restaurierten Backsteingebäudes trotz der für ein Seniorenheim so typischen Geruchsmischung gefiel, hielt Hauptkommissar David Büttner der Anblick der inzwischen zur Hälfte gerupften dreistöckigen Torte gefangen. „Hier lässt es sich aushalten“, murmelte er und nickte anerkennend. Er fragte sich, bei wem er sich wohl würde einschleimen müssen, um von dieser fantastischen Torte ein Stück kosten zu dürfen.
Gerade wollte er eine mit klackernden Schritten auf sie zukommende, junge Frau in weißem Kittel darauf ansprechen, als ihn ein durchdringender Hilfeschrei daran erinnerte, aus welchem Grund sie hier waren.
Hasenkrug, der beim Laufen nun ein deutlich erhöhtes Tempo an den Tag legte, rief seinem Chef über die Schulter zu: „Wenn Sie mich fragen, war das die Stimme unserer Kollegin Sophie Reimers. Wir sollten uns wirklich beeilen.“ Er rempelte einen jungen Mann beiseite, der nun ebenfalls mit erschrockenem Blick aus einem der Zimmer gestürzt kam und Hasenkrug nach einem kurzen Stolpern hinterherhechtete.
Ein erneuter Schrei um Hilfe ließ nun auch Büttner ein für ihn eher ungewöhnliches Tempo an den Tag legen, und nur wenig später bot sich ihnen ein alarmierender Anblick.
„Schnell“, keuchte ihnen Sophie Reimers mit schweißnassem Gesicht entgegen, „wir brauchen einen Arzt!“ Sie saß über eine am Boden liegende ältere Dame gebeugt und versuchte offensichtlich, diese zu reanimieren. In kurzen, regelmäßigen Abständen versetzte sie ihr mit aufeinandergelegten Händen Stöße gegen den Brustkorb.
„Was ist passiert?“, fragte Büttner, während Hasenkrug sein Smartphone zückte. „Und wo ist der Arzt? Ich meine, hier muss es doch einen Arzt geben.“
„Dr. Roelfes wurde zu einem Notfall gerufen“, antwortete der von Hasenkrug beinahe über den Haufen gerannte, junge Mann. „Auch meine Kollegen sind nur in Feiertagsbesetzung unterwegs und können nicht überall gleichzeitig sein.“
„Was ist mit der Frau passiert?“, wollte Büttner von Sophie Reimers wissen, die nach wie vor nicht von der Herzmassage abließ. Der junge Pfleger rannte wieder hinaus und rief über die Schulter: „Ich hol mal was zum Stabilisieren des Kreislaufs!“
„Ich habe sie völlig aufgelöst hier in ihrem Zimmer vorgefunden, nachdem ich sie hatte schreien hören. Dr. Roelfes hat ihr eine Beruhigungsspritze gegeben, dann aber wurde er auch schon zu besagtem Notfall gerufen.“
„Darf man fragen, warum die Frau geschrien hat?“
„Ich habe versucht, es aus ihr herauszubekommen, nachdem der Arzt sie versorgt hatte. Sie aber stammelte nur völlig wirres Zeug vor sich hin. Immer wieder sagte sie etwas von komischen Geräuschen und Stimmen, die sie gehört habe. Angeblich habe irgendjemand ihr Zimmer betreten und sie bedroht. Auf die Frage, wer denn dieser Jemand gewesen sei, antwortete sie aber auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht, sondern rief immer nur: Nein, ich will nicht, nein, ich will nicht!“
Sophie Reimers wischte sich zwischen zwei Stößen mit dem Unterarm über die schweißnasse Stirn, dann fuhr sie fort: „Entgegen der Anweisung des Arztes verließ sie ihr Bett. Als ich sie wieder zurückverfrachten wollte, schlug sie wild um sich. Und dann plötzlich, von einer Sekunde auf die andere, ist sie kollabiert.“ Sophie Reimers deutete mit dem Kopf auf den roten Klingelknopf, der auf der anderen Seite des Bettes in die Wand eingelassen war. „Ich habe rasch den Alarm ausgelöst und die Kollegen informiert.“
„Und Sie sind sich sicher, dass sie noch lebt?“ Büttner sah die Frau, die mit wachsbleichem Gesicht und geschlossenen Augen vor ihm lag, zweifelnd an.
„Das Herz setzt immer mal wieder aus, aber noch ist es nicht zu spät“, keuchte Sophie Reimers. „Allerdings muss sie dringend ärztlich versorgt werden, ansonsten ist es für sie tatsächlich bald vorbei.“
„Der Notarzt ist unterwegs“, nickte Hasenkrug von der Tür her. Als bereits im nächsten Moment das Martinshorn des herannahenden Rettungswagens zu hören war, sagte er: „Ich gehe mal raus und weise dem Team den Weg.“

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