Schweigende Schuld

Schweigende Schuld

Der 8. Fall für Büttner und Hasenkrug

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Darum geht's: 

Während einer Ausflugsfahrt auf einem ehemaligen Krabbenkutter geht bei stürmischer See die frisch verheiratete Simone Wiemers über Bord. Hauptkommissar David Büttner und sein Assistent Sebastian Hasenkrug gehen zunächst von einem Unfall aus. Doch schon bald stellt Simones Bruder Alex die Behauptung auf, die junge Frau sei absichtlich über die Reling gestoßen worden. Als nur kurz darauf eine weitere Leiche gefunden wird, nehmen Büttner und Hasenkrug in den Dörfern Visquard und Manslagt die Ermittlungen auf – und sehen sich einem Sumpf aus dubiosen Grundstücksgeschäften und wohlgehüteten Familiengeheimnissen gegenüber, deren Enthüllung drei alteingesessene Familien in ihren Grundfesten erschüttert.

 

Leseprobe

Prolog

Januar 1951

Der Himmel war so klar in dieser klirrend kalten Nacht. Hinrikje seufzte tief, als sich eine Sternschnuppe aus der Vielzahl der Himmelslichter löste und sich als funkelnder Schweif seinen Weg zur Erde bahnte.
Wie oft hatte sie früher mit ihrem Vater des Nachts im Garten gesessen und diese wundersame Laune der Natur bestaunt. Es war immer so schön gewesen, so unwirklich schön! Und doch würde es nie wieder so sein. Denn ihr Vater war bereits seit zwölf langen Jahren tot. Gefallen für Führer und Vaterland, wie es ihre Großmutter noch heute voller Stolz und auch mit ein wenig Traurigkeit in der Stimme sagte.
Ja, ihr Papa war tot. Wie sehr sie ihn vermisst hatte in all den Jahren! Meine kleine Sternenprinzessin hatte er sie immer zärtlich genannt, wenn sie eingekuschelt in seinen Armen lag und in die Dunkelheit hinausschaute.
Doch nie hatte sie ihn so schmerzlich vermisst wie in dieser Nacht.
Was wohl würde er sagen, wenn er seine geliebte Tochter hier im Wasser stehen sah, barfuß und in ein fadenscheiniges Nachthemd gekleidet, mit fieberglühendem Gesicht? Ganz bestimmt hätte er es niemals gutgeheißen, sie hier zu sehen, sondern sie rasch ins Haus gerufen, ihr eine dampfende Tasse Schokolade in die Hand gedrückt und ihr beim Kaminfeuer eine Geschichte erzählt von Feen, Elfen und Sternenstaub.
Was wohl würde er sagen, ihr geliebter Papa, wenn er wüsste, was sie Furchtbares getan hatte? Ganz bestimmt würde er enttäuscht den Kopf schütteln und sie mit unendlich traurigen Augen ansehen. Ja, sie wusste es ja selbst: niemals hätte sie tun dürfen, was sie getan hatte. Auch nicht, wenn ihre Mutter es ihr befahl, weil sie das Geld doch so dringend brauchten.
„Papa?“, flüsterte Hinrikje in die Stille der Nacht hinein, als die nächste Sternschnuppe am nachtblauen Himmel ihre glühende Bahn zog. „Papa, bist du da? Kannst du mir verzeihen, Papa? Nimmst du mich bei dir auf und lässt mich ein Engel an deiner Seite sein?“
„Danke, Papa“, war ihr letztes Flüstern, als sie lautlos im eisigen Wasser versank.

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