Scheinwelten

Scheinwelten

Der 15. Fall für Büttner und Hasenkrug

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Und darum geht's

Ein gemeinschaftlicher Boßelausflug mit dem Lehrerkollegium seiner Frau ist nicht gerade das, was sich Hauptkommissar David Büttner unter einer gelungenen Freizeitgestaltung vorstellt. Umso erleichterter ist er, als seine Gruppe nach der sportlichen Betätigung in eine Gaststätte einkehrt, in der bereits ein traditionelles Grünkohlessen auf sie wartet. Doch wärt auch hier die Freude nur so lange, bis vor seinen Augen ein sich in Krämpfen windender Mann vom Stuhl kippt und wenig später verstirbt. Schnell ist klar, dass der Mann einem Giftmord zum Opfer gefallen ist – und dass es weder an Motiven noch an Verdächtigen mangelt.
- Diesmal wieder mit einem Gastauftritt von Uroma Wübkea.

 

Leseprobe

Prolog

Sie liebte diesen Wirbel. Ja, sie liebte ihn wirklich. Es war ihre Welt. Das hektische Treiben hinter und auf dem Catwalk. Das Tragen fantastischer Kleider, die im strahlenden Licht der Scheinwerfer glitzerten und funkelten, wie es der Sternenhimmel schöner nicht konnte.
Sie liebte das leise oder auch mal laute Fluchen, wenn die Schneiderin ein letztes Mal an ihrem Styling Hand anlegte, weil es an der einen Stelle kniff, an der anderen zu weit war oder in letzter Sekunde ein Knopf abplatzte.
Sie liebte die Visagistin, die ihr mit ihren Pinseln noch im Vorbeigehen in schnellen Bewegungen übers Gesicht strich und dabei rief: „Die Haut! Oh, madre mía! Was ist denn nur mit deiner Haut! Alles glänzt! So kann ich dich unmöglich nach draußen lassen, Kindchen! Oh, oh, oh!“
Ja, gewiss, sie liebte dieses Treiben von ganzem Herzen. Und doch wurde es ihr manchmal zu viel. So wie heute.
„Mir ist nicht gut“, murmelte sie. „Mir ist nicht gut.“
Dieser Schwindel! Woher nur kam dieser unsägliche Schwindel, der sie seit einigen Tagen heimsuchte? Rasch griff sie nach ihrer Wasserflasche, als sich erneut ein Anfall ankündigte.
Doch noch bevor sie die Flasche an den Mund setzen konnte, riss sie ihr irgendwer aus der Hand. „Du musst raus, Kindchen! Sie warten auf dich! Jetzt husch, husch!“, hörte sie eine Stimme wie durch einen Nebel sagen und spürte im nächsten Moment, wie ihr jemand zwei Küsschen auf die Wangen drückte. „Toi, toi, toi, Liebes, du siehst umwerfend aus.“
Ein sanfter Schubser, und sie lief, den Rücken wie eine Balletttänzerin gestreckt, in die vorgegebene Richtung. Hinaus in das Licht, hinaus in den Jubel, hinaus in ihre Welt.
Eine Welt, die sich drehte, sich immer schneller drehte und drehte und drehte … bis tief in die Schwärze der Nacht hinein.

Dat Leseboot, Infos unter www.dat-leseboot.de ×