Fluchträume

Fluchträume

Der 9. Fall für Büttner und Hasenkrug

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Worum geht's?

Ein Mann stürzt aus dem ersten Stock einer Pewsumer Kneipe und kommt dabei auf grausame Art zu Tode. Vieles deutet darauf hin, dass es sich bei diesem Sturz nicht um ein Unglück, sondern um ein Tötungsdelikt handelt – ganz zum Verdruss von Hauptkommissar David Büttner, dem ein Mordfall nur wenige Tage vor seinem geplanten Urlaub alles andere als gelegen kommt. Doch als wäre das noch nicht genug, verschwindet in Pewsum zur gleichen Zeit ein kurz vor dem Abitur stehender Schüler aus Hamburg, der seine Abschlussfahrt gemeinsam mit seinen Schulkameraden auf dem Bauernhof der Familie Boom verbrachte. Ist der Junge aus reichem Elternhaus das Opfer einer Entführung geworden?
Als die Staatsanwaltschaft David Büttner und seinen Assistenten Sebastian Hasenkrug wegen Personalmangels auch mit der Klärung dieses Falls beauftragt, obwohl sie formal gar nicht zuständig wären, scheint der Urlaub und damit auch die gute Laune von Büttners Frau Susanne in unerreichbare Ferne zu rücken.
Und warum, so fragt sich der Hauptkommissar entnervt, fühlt sich nun auch noch seine Tochter Jette dazu berufen, sich in dem Entführungsfall als Hobbydetektivin zu betätigen?

 

Leseprobe

Mareeke überlegte, ob sie vielleicht etwas falsch verstanden hatte. Aber das konnte kaum sein, denn schließlich ließ sich Peter immer um dieselbe Zeit hier abholen. Ob sie mal hineinging und nach ihm sah? Aber würde er dann nicht sauer werden?Verzweifelt schlug sie mit der Hand aufs Lenkrad. Ganz egal, was sie jetzt machte, es konnte nur verkehrt sein. Warum nur war das alles hier nicht einfach schon vorbei? Sie spürte, wie sich ihre Augen mit Tränen füllten und wischte diese mit einer unwilligen Geste weg.
Nur noch einmal! Nur noch dieses eine Mal!
Bemüht, ihre plötzlich aufwallenden Emotionen in den Griff zu bekommen, verfolgte sie in den nächsten Minuten mit starrem Blick das monotone Auf und Ab der Scheibenwischer, die den jetzt nachlassenden Regen einfingen und von der Scheibe schoben.
Nach einem weiteren Blick auf die Uhr tat Mareeke einen tiefen Seufzer und schaltete den Motor aus. Aufmunternd schlug sie sich auf die Oberschenkel und beschloss, dass es jetzt an der Zeit war, Peter auf die bereits fortgeschrittene Stunde aufmerksam zu machen, auch wenn er ihr eine solche Einmischung in seine Angelegenheiten, wie er es nannte, nicht erst einmal untersagt hatte. Doch gerade, als ihre Hand zum Türöffner ging, zerriss plötzlich ein kurzer Schrei das Plätschern des Regens, gefolgt von einem dumpfen Geräusch, das sich anhörte, als würde jemand mit einem scharfen Messer in den noch rohen Sonntagsbraten stechen.
Irritiert sah Mareeke in den Rückspiegel, weil sie meinte, dieses seltsame Geräusch irgendwo hinter sich einordnen zu können. Doch da war nichts. Lediglich das zuckende Licht einer offensichtlich defekten Leuchtreklame durchbrach in kurzen Abständen die Dunkelheit. Als sie ihren Blick nur Sekunden später wieder nach vorne richtete, setzte ihr Herzschlag für einen Moment aus.
Etwas Rotes hatte sich in die an ihrer Frontscheibe hinablaufenden Wasserfäden gemischt.
Es sah aus wie Blut.

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